35. Oberpfälzer Zahnärztetag

Prothetik Up-To-Date 2022

23. - 25. Juni 2022

Vierzig Jahre Zahnarzt - und dann - viel Zeit für‘s Hobby.

Werkstatt

Mit dem Ruhestand nach 40 Jahren als Zahnarzt beginnt ein neuer Lebensabschnitt, der gut geplant sein sollte. Mancher Kollege, manche Kollegin können nicht ganz vom Beruf loslassen, manche fallen in ein tiefes mentales Loch. Mit dem ersten Tag meines Ruhestandes wechselte ich meine weiße Berufskleidung in Handwerkeroutfit und ich verschwand in meiner Werkstatt.

Endlich auch mal dreckige Hände und Fingernägel, auch mal eine kleine Verletzung haben können, ja es wartete viel Arbeit.

Alte Möbel restaurieren, Spielzeug reparieren, alte Uhren herrichten, Schnitzen, Drechseln, Schreinern, Holzbildhauen, Schweißen und Schmieden das alles war sorgsam für diese Zeit aufgehoben.

Nach Wochen im Werksattkeller verschwunden kam die Anfrage meiner Frau:“ Bleibt das jetzt so?“. Nein, es waren ja auch große Wohnmobilreisen auf dem Plan, fast 6 Wochen durch die Baltischen Staaten, 3 Wochen durchs Burgund, den Elberadweg fahren oder die Höhlenmalereien in und Kathedralen Frankreich besichtigen. Danach und dazwischen immer wieder Holzarbeiten.

Durch meinen Klavierbauer-Opa Schreinern, Schellackhandpolitur und Umgang mit verschiedenen Hölzern gelernt ist die Liebe zu Holz tief in mir. Natürlich interessieren mich alle anderen technischen Bereiche und nach meinem Motto (übernommen von Daniel Düsentrieb) „dem Ingeniör ist nichts zu schwör“ werden alle kaputten Sachen versucht zu reparieren. Nur Autos nicht. Die größte Freude und Genugtuung für mich ist, wenn ich für jemand ein überraschendes Geschenk herstellen kann. Gedrechselt, geschnitzt oder gefräst aus Holz lassen sich einfach sehr schöne Dinge herstellen. Ob das der Taufstein für meinen Enkel Lukas ist oder eine kleine Figur oder ein Geburtstagsengel.

Jeden Tag kommen neue Ideen dazu, es bleibt spannend im Unruhestand.

Dr. Christian Schubert

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