33. Oberpfälzer Zahnärztetag

1.000 Zahnärzte tagten am Universitätsklinikum Regensburg

Blick in den Hörsaal
Der große Hörsaal am UKR war zum 33. Oberpfälzer Zahnärztetag vollbesetzt.

Unter dem Motto „Parodontitis: Erkennen – Entscheiden – Handeln“ trafen sich am 28. und 29. Juni etwa 1.000 Zahnärzte am Universitätsklinikum Regensburg (UKR) zum 33. Oberpfälzer Zahnärztetag des Zahnärztlichen Bezirksverbandes Oberpfalz. Schirmherr war Professor Dr. Wolfgang Buchalla, Direktor der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie des UKR.

„Der 33. Oberpfälzer Zahnärztetag war ein voller Erfolg. Unsere Gäste nutzten die Chance, sich in den vielen, ausgewählten Fachvorträgen weiterzubilden und rund um das Thema Parodontitis zu informieren“, resümiert Professor Dr. Wolfgang Buchalla. „Für uns ist der Zahnärztetag von großer Bedeutung, da wir mit unseren Kollegen aus den niedergelassenen Praxen in der Region persönlich in Kontakt treten und miteinander aktuelle Themen diskutieren können. Zudem hat der Zahnärztetag Alumni-Charakter, da sich hier ein großer Teil der ehemaligen Zahnmedizinstudenten aus Regensburg zusammenfindet.“

Der Programmschwerpunkt der zweitägigen Veranstaltung lag in diesem Jahr auf der Parodontitis. Renommierte Experten aus ganz Deutschland und der Schweiz referierten zu den Themen Diagnostik, Prävention und der Therapie parodontaler und periimplantärer Erkrankungen. „Ich denke, das Thema Parodontitis war hervorragend gewählt, weil es der häufigste Grund, noch vor Karies, für einen Zahnverlust bei Erwachsenen ist“, kommentiert Professor Buchalla. Laut der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung sind etwa 80 Prozent der über 35-Jährigen in Deutschland von einer Parodontitis betroffen. Bleibt eine Parodontitis, eine bakterielle, chronisch-entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparates unbehandelt, so kommt es zu einem Abbau des Kieferknochens, was zum Verlust der Zähne führen kann. „Oftmals merken Betroffene gar nicht, dass sie erkrankt sind, da eine Parodontitis schleichend fortschreitet. Es empfiehlt sich daher regelmäßig zur zahnärztlichen Vorsorgeuntersuchung zu gehen, da so einer Parodontitis besser vorgebeugt und im Falle einer Erkrankung entgegengewirkt werden kann“, so Professor Buchalla. „Zudem haben ein gesunder Zahn und ein gesundes Zahnfleisch auf den gesamten Körper positive Effekte.“

Zahnmedizinisches Spektrum ganzheitlich abgedeckt

Zwar stand der gesamte Kongress unter dem Motto „Parodontitis“, aber dennoch war das Programm in einen wissenschaftlichen Teil sowie in ein Programm für Zahntechniker und eines für zahnmedizinisches Personal unterteilt. Insgesamt konnten sich die Zahnmediziner in 13 Vorträgen und einem praktischen Kurs fortbilden. Anhand konkreter, schwerer Fälle zeigten die Referenten auf, wie man Parodontitis und deren Folgen nach modernsten Gesichtspunkten therapiert und warum der Zahnerhalt der Zange vorzuziehen ist. Zahntechniker gewährten dem Auditorium zudem Einblicke in ihre Arbeit. Die Bandbreite der Vorträge für das zahnmedizinische Personal umfasste allgemeine Themen, wie die korrekte und zeitgemäße Dokumentation von Behandlungen und die Stressvermeidung im Praxisalltag.

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